JUNGJÄGERLEHRGANG 2019:

JETZT BIS ZUM 16.02.2019

ANMELDEN!!!!

 

14.02.2019: Auf der Pirsch in Köln

Der DJV zeigt auf der Bildungsmesse didacta, wie Schulunterricht spannend und lebendig wird - sogar fächerübergreifend. Mehr als 7.000 Jägerinnen und Jäger sind ehrenamtlich für die Initiative Lernort Natur im Einsatz.
Der Deutsche Jagdverband (DJV) zeigt vom 19. bis 23. Februar auf der Bildungsmesse didacta in Köln das umfangreiche Angebot von Lernort Natur, der außerschulischen Initiative zur Natur- und Umweltbildung. In Halle 8.1, Stand D 40, ist Lernort Natur Teil der landwirtschaftlichen Gemeinschaftsschau, die eine große Bandbreite der Natur- und Umweltbildung aus dem Agrarbereich präsentiert.

Mehr als 7.000 Jägerinnen und Jäger sind bundesweit für die Initiative ehrenamtlich im Einsatz. Der DJV bietet ein umfangreiches Seminarprogramm für die persönliche Weiterbildung in Pädagogik und Öffentlichkeitsarbeit. „Wir sind Experten in Sachen Natur“, sagt Josef Schneider, im DJV-Präsidium verantwortlich für die Lernort-Natur-Initiative. „Allein die Ausbildung zum Jäger ist sehr umfangreich und vielfältig. Wer zudem viel draußen ist, kennt Flora und Fauna und hat zur Natur ein intensives Verhältnis. Dieses Wissen verstehen wir auch als Angebot an die Gesellschaft.“

Neben vielfältigen Materialien für den Unterricht ist auf der didacta die Rollende Waldschule der Kölner Jägerschaft dabei, mit der ganz neue Varianten der Naturbildung möglich sind. Sie ist im Kölner Stadtgebiet populär, kommt an Schulen, zu Veranstaltungen oder empfängt Gäste im Wald. Mit Mobilen dieser Art, über die zahlreiche Jägerschaften in Deutschland verfügen, haben die Jäger ein Zeichen gesetzt und machen Naturunterricht auch dort möglich, wo Wald und Wild nicht direkt vor der Tür zu finden sind.

Vor fast dreißig Jahren wurde die Initiative Lernort Natur aus der Taufe gehoben. Jägerinnen und Jäger als Natur- und Umweltbildner waren damals noch etwas Ungewöhnliches. Das hat sich grundlegend geändert: Die außerschulische Bildung mit dem ehrenamtlichen Angebot des DJV und seiner Untergliederungen gehört heute zum festen Bestandteil der Naturpädagogik in Deutschland.

Quelle: DJV 2019

08.02.2019: PR-Gag von PETA: Finanzamt soll DJV-Gemeinnützigkeit prüfen

„Straftaten und Gemeinnützigkeit schließen sich aus“: Vor der öffentlichen Anhörung im Bundestag zu fragwürdigen Praktiken von PETA versuchen die Tierrechtler abzulenken. Sie sehen Straftaten als legitimes Mittel, um ihre Vision vom veganen Leben durchzusetzen.
(Berlin, 8. Februar 2019) Die „Tierrechtsorganisation“ PETA will die Gemeinnützigkeit des Deutschen Jagdverbandes (DJV) prüfen lassen. Der Dachverband der Jäger sieht den haltlosen Vorwürfen gelassen entgegen und betont, dass das Projekt Fellwechsel ein Leuchtturmprojekt für die nachhaltige Verwertung von Fellen aus heimischer Jagd ist. Mit ihrer PR-Aktion gegen den DJV wollen die „Tierrechtler“ offensichtlich von eigenen Problemen ablenken. Aktuell wird insbesondere die Gemeinnützigkeit der „Tierrechtsorganisation“ heftig diskutiert. Am kommenden Mittwoch findet im Bundestag eine öffentliche Anhörung zum FDP-Antrag „Straftaten und Gemeinnützigkeit schließen sich aus“ statt. Darin ist unter anderem zu lesen „PETA-Aktivisten scheuen sich nicht, verbreitet sogar auf Straftatbestände zurückzugreifen.“ Weiter heißt es, führende Repräsentanten und Angestellte von PETA legitimierten Gesetzesbrüche wie Stalleinbrüche, unter anderem jüngst Dr. Haferbeck im Rahmen einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung.

PETA macht immer wieder mit fragwürdigen Aktionen auf sich aufmerksam. Ein juristisches Gutachten, das dem DJV vorliegt, kommt zu dem Schluss, dass eine Reihe von Punkten dafür sprächen, dass die Geschäftsführung von PETA Deutschland das Gemeinnützigkeitsprivileg verletze und Mittel satzungswidrig verwende. Ferner sei eine führende Persönlichkeit dieser Organisation erstinstanzlich bereits wegen Volksverhetzung für schuldig befunden worden. Das Strafverfahren wurde im Jahr 2010 in der Berufungsinstanz gemäß § 153 a StPO nach Zahlung einer Geldauflage eingestellt, die mit 10.000 Euro sogar höher war als die in erster Instanz verhängte Geldstrafe (Landgericht Stuttgart, Aktenzeichen: 35 Ns 7 Js 2717/04). Mitglieder der Organisation behaupteten unter anderem, der militante Kampf für Tiere sei ein Eintreten für Gerechtigkeit; ein Leben habe immer mehr Wert als eine aufgebrochene Tür oder ein in Brand gesteckter Fleischlaster. Das Verwaltungsgericht Stuttgart bemängelte darüber hinaus das Fehlen demokratischer Strukturen bei PETA (Urteil vom 30.3.2017, Aktenzeichen 4 K 2539/16).

„Tierechtler“ wollen die Jagd ebenso verbieten wie Hauskaninchen, Honigbienen oder sogar Blindenhunde. Zudem sollen sich alle Menschen künftig vegan ernähren, Nahrungsmittel wie Eier, Käse und Honig sollen verboten werden. Zugrunde liegt die Idee, dass jedes fühlende Lebewesen das Recht habe, nach Glück zu streben. Wie wenig praxistauglich diese Vision ist zeigt das Beispiel vom Fuchs, der das Huhn bei lebendigem Leib frisst. Das Motto „Fressen und gefressen werden“ bestimmt die Nahrungsnetze auf der Erde. Jagd ist eine der ursprünglichsten Formen für den nachhaltigen Umgang mit der Natur.

Quelle: DJV 2019

31.01.2019: Landeshegeschau und Landestrophäenbewertung 2019

Die Arbeitsgruppe Schalenwild des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. führt am Samstag, dem 13. April 2019 und am Sonntag, dem 14. April 2019 im Van der Valk Resort Linstow die Landeshegeschau durch.
n Vorbereitung dieser Hegeschau findet am Samstag, dem 6. April 2019 im Van der Valk Resort Linstow (an der A 19) die Landestrophäenbewertung nach den Bewertungsrichtlinien des CIC statt.

Hier können interessierte Weidgenossinnen und Weidgenossen ihre Trophäen des Jagdjahres 2018/2019 aus Mecklenburg-Vorpommern, nach Rückspräche auch aus den vergangenen Jagdjahren, der Wildarten Rot-, Dam-, Muffel-, Reh- und Schwarzwild bewerten lassen. Bei Erreichen der benötigten Punktzahlen werden eine Urkunde und eine Medaille verliehen.

Ihre Trophäen liefern Sie bitte ausschließlich auf einem abnehmbaren Trophäenbrett an! Wir behalten uns vor, die Annahme unaufgesetzter Trophäen zu verweigern.

Pro Bewertung wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 20,00 Euro für Mitglieder des Verbandes und 50,00 Euro für Nichtmitglieder erhoben.

Die Trophäen können am 6. April 2019 in der Zeit von 09.00-12.00 Uhr im Hotel in Linstow angeliefert werden. Eine vorherige Annahme außerhalb dieser Zeit kann nur in Ausnahmefällen und in Absprache mit der Geschäftsstelle unter der Telefon-Nr. 03871-63120 erfolgen.

Anmeldungen der Trophäen sind bis zum 22.03.2019 schriftlich auf beiliegendem Formular an die Geschäftsstelle des LJV M-V, Forsthof 1, 19374 Damm, per Fax: 03871-631212 oder per E-Mail: info@ljv-mecklenburg-vorpommern.de zu richten.

Anmeldung zur Landestrophäenbewertung 2019 als nachfolgendes Dokument (Bitte achten Sie darauf, dass diese Anmeldung bei der Abgabe Ihrer Trophäe beigefügt ist!). Bitte deutlich schreiben!

Anzeige MB Landestrophäenbwertung [PDF]


Quelle: LJV MV 2019

28.01.2019: Interesse für die Jagd wächst

Im Vergleich zu 2009 hat sich die Anzahl der Prüfungsteilnehmer 2018 fast verdoppelt: In Deutschland legten über 20.000 Menschen die Jägerprüfung ab. Davon bestanden 19 Prozent nicht. Die meisten Prüflinge gab es in Niedersachsen.
Immer mehr Deutsche machen die Jägerprüfung. Im Jahr 2018 waren es über 20.000* Prüflinge, hat der Deutsche Jagdverband (DJV) ermittelt. Im Vergleich zu 2009 sind das 99 Prozent mehr Jagdschüler. Der Jagdschein wird nicht ohne Grund „Grünes Abitur“ genannt: Ein Fünftel der Schüler bestand die Prüfung nicht. Spitzenreiter in der Jägerausbildung war 2018 Niedersachsen mit rund 5.000 Prüfungsteilnehmern. Gefolgt von Baden-Württemberg mit rund 2.860 Teilnehmern und Bayern mit etwa 2.200**.

Eine aktuelle Jungjägerbefragung des DJV ergab ein steigendes Interesse bei Frauen für die Jagd. In den Jägerkursen liegt die Frauenquote derzeit bei knapp einem Viertel, das sind plus 20 Prozent gegenüber 2011. Die persönlichen Gründe für eine Ausbildung zum Jäger sind vielseitig. 77 Prozent gaben an, gerne in der Natur zu sein. Für rund 54 Prozent der Jungjäger ist die Jagd ein wichtiger Beitrag zum angewandten Naturschutz. Bei älteren Teilnehmern ist das Bewusstsein für die Natur mit 92 Prozent besonders stark ausgeprägt. Die jüngeren Teilnehmer setzen mit 36 Prozent meist eine Familientradition fort. Das Durchschnittsalter der weiblichen Prüflinge liegt bei Frauen 35 Jahren, Männer sind 36 Jahre alt.

Weitere Informationen zu Voraussetzungen, Ablauf und Inhalten der Jägerprüfung für angehende Jägerinnen und Jäger gibt es in der Broschüre „Der Weg zum Jagdschein“.

Broschüre „Der Weg zum Jagdschein“ [PDF]


Quelle: DJV 2019
 
 

22.01.2019: WILD-Bericht 2017: DJV veröffentlicht neue Monitoringdaten

Jäger veröffentlichen Monitoringdaten – Der WILD-Bericht 2017 liegt vor. Im Fokus stehen neben dem Niederwild auch invasive Arten wie Waschbär und Marderhund sowie verschiedene Wildgänse. Insgesamt haben Jäger Daten zu 17 Tierarten erhoben.
Anlässlich der Internationalen Grünen Woche (IGW) veröffentlicht der Deutsche Jagdverband (DJV) den Jahresbericht 2017 des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD). Dafür wurde eine Flächendeckende Erfassung von 17 Wildarten auf einer Fläche von 13 Millionen Hektar ausgewertet, das sind 39 Prozent der Jagdfläche Deutschlands. An der deutschlandweiten Erfassung haben sich knapp 25.000 Revierinhaber beteiligt. Der 76 Seiten starke Bericht umfasst umfangreiche Daten zur bundesweiten Verbreitung und Populationsentwicklung der Wildarten. Die Ergebnisse sind mit aussagekräftigen Karten und Grafiken illustriert.

Besonders alarmierend ist die Entwicklung des Rebhuhns. Das Ergebnis des WILD-Berichts: nur noch 64.000 Brutpaare gibt es in Deutschland. Das Verbreitungsgebiet der für die Feldflur charakteristischen Vogelart ist in den vergangenen acht Jahren um ein Drittel geschrumpft. Damit kommt das Rebhuhn 2017 nur noch in 24 Prozent der ausgewerteten Jagdreviere vor. Anlässlich der IGW macht der DJV daher mit dem Schwerpunktthema „Lebensraum Feldflur“ in Halle 4.2, Stand 200, auf den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt im Offenland aufmerksam.

Ein weiterer Schwerpunkt im aktuellen WILD-Bericht ist die Verbreitung tierischer Einwanderer. Das Monitoring gibt detaillierte Auskunft über Jagdstatistiken und Verbreitung von Waschbär und Marderhund. Auffallend: Der Waschbär kam 2017 in mehr als der Hälfte der Reviere in Deutschland vor- eine Verdopplung in elf Jahren. Weiterhin ansteigend ist das Vorkommen von Grau-, Kanada-, Nonnen-, Nil- und Rostgans. Das Verbreitungsgebiet der Graugans hat sich innerhalb von acht Jahren um 58 Prozent vergrößert. Die invasive Art Nilgans kommt sogar in 71 Prozent mehr Revieren vor als noch 2009. Die wissenschaftlichen Gastbeiträge zu Mink und Gänsemanagement geben zusätzliche Einblicke in die thematischen Schwerpunkte.

Das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands ist eine Initiative des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und seiner Landesjagdverbände. Jäger erfassen und dokumentieren bereits seit 2001 gemeinsam mit Wissenschaftlern bundesweit die Verbreitung und Bestandsentwicklung ausgewählter Wildarten auf wissenschaftlicher Basis.

Den aktuellen WILD-Bericht 2017 sowie weitere Informationen zum Projekt gibt es ab sofort hier:

WILD-Bericht 2017 [PDF]“


Quelle: DJV 2019

18.01.2019: Tierschutzgerechter Einsatz von Fallen

Wissenswertes zur Fangjagd in Deutschland: Der DJV stellt auf der Internationalen Grünen Woche 2019 eine neue Broschüre vor. Die Fangjagd gewinnt stetig an Bedeutung. Jährlich wächst beispielsweise die Zahl der dämmerungsaktivNeozoen Waschbär und Marderhund, deren Bestände reduziert werden sollen.
Auf der Internationalen Grünen Woche hat der DJV heute die neue Broschüre „Wissenswertes zur Fangjagd in Deutschland“ vorgestellt. Die 27-seitige Broschüre im handlichen A5-Format bietet Jägern und Nichtjägern einen guten Überblick über Anwendungsbereiche von Fallen, Fangsystemen und gesetzliche Grundlagen.

In den vergangenen Jahren hat die Fangjagd zunehmend an Bedeutung gewonnen, insbesondere für die Bejagung des Waschbären, der sich weiter ausbreitet. Laut aktuellen Monitoringdaten haben Jäger im Jagdjahr 2017/18 über 170.000 Individuen erbeutet - 28 mal mehr als 20 Jahre zuvor. Über ein Drittel davon wurden mit Lebendfallen gefangen.

Invasive Tierarten wie der Waschbär müssen laut EU-Verordnung im Bestand eingedämmt werden. Zahlreiche Artenschutzprojekte enthalten zudem als wichtige Managementsäule die Bejagung von weiteren Raubsäugern wie dem heimischen Fuchs. Die zumeist dämmerungs- und nachtaktiven Beutegreifer können erst durch den professionellen Einsatz von Fallen effektiv reduziert werden.

Auf der Internationalen Grünen Woche beantworten Experten am DJV-Stand in Halle 4.2, Stand 200, weitergehende Fragen rund um die Fangjagd. Dort ist auch die neue Broschüre „Wissenswertes zur Fangjagd in Deutschland“ erhältlich.

DJV-Broschüre „Wissenswertes zur Fangjagd in Deutschland [PDF]“


Quelle: DJV 2019

15.01.2019: Landesjägerball 2019

Am 13.April 2019 findet der 19. Landesjägerball wieder in Linstow statt. Finden Sie hier weitere Informationen bzw. das Anmeldeformular.
Erleben Sie einen gemütlichen Abend mit Empfangsgetränk, schmackhaftem Menü und Live-Musik!
AnzeigeLandesjägerball-Linstow 2019

Quelle: LJV MV 2019

13.01.2019: Exotische Gänse breiten sich aus

Die afrikanische Nilgans hat ihr Verbreitungsgebiet in Deutschland innerhalb von acht Jahren um 71 Prozent ausgedehnt. Bei der nordamerikanischen Kanadagans sind es sogar plus 91 Prozent. Der DJV fordert für die invasive Nilgans eine einheitliche flächendeckende Bejagung, um heimische Arten zu schützen.
Die ursprünglich aus Afrika stammende Nilgans erobert Deutschland: 2017 meldeten deutlich mehr als ein Drittel der Reviere ein Vorkommen - das sind 71 Prozent mehr als acht Jahre zuvor. Mehr als verdoppelt hat sich im selben Zeitraum der Anteil der Reviere mit Brutpaaren auf 23 Prozent. Die aus Nordamerika stammende Kanadagans - die größte in Mitteleuropa lebende Gänseart - breitet sich sogar noch schneller aus: 2017 meldeten Jäger ihr Vorkommen in knapp einem Viertel der Reviere - ein Plus von 91 Prozent gegenüber 2009. Die Zahl der Reviere mit Brutpaaren hat sich um das 1,3-fache erhöht und lag 2017 bei 8 Prozent. Insgesamt haben sich am Monitoring Reviere mit einer Gesamtfläche von 12,5 Millionen Hektar beteiligt - das entspricht knapp 40 Prorzent der gesamten Jagdfläche Deutschlands. Damit ist das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) einzigartig in seiner Dimension. Initiiert hat es der Deutsche Jagdverband (DJV) gemeinsam mit seinen Landesjagdverbänden vor fast zwei Jahrzehnten.
DJV fordert bundesweite Jagd auf Nilgänse
Die Nilgans hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in Nordrhein-Westfalen und Nilgans in Deutschland Anteil der Reviere mit Vorkommen Nilgans in Deutschland Anteil der Reviere mit Vorkommen (Quelle: DJV) in Niedersachsen, dort kommt sie mittlerweile in 60 Prozent der Reviere vor. Die aktuellen Monitoring-Daten zeigen, dass sich die afrikanische Gänseart nach Osten und Süden ausbreitet. Seit 2017 wird sie von der Europäischen Union als invasiv eingestuft - für Deutschland besteht damit die Verpflichtung, die Ausbreitung zu unterbinden. Der DJV fordert die bundesweite Bejagung nach einheitlichen Standards, um weitere ökologische und ökonomische Schäden durch die Nilgans nachhaltig zu verhindern. Derzeit ist die Gans lediglich in neun Bundesländern jagdbar. In der Saison 2016/17 haben Jäger mehr als 20.700 Nilgänse erlegt.
Kanadagans weit verbreitet im Nordwestdeutschen Tiefland
Das Hauptvorkommen der Kanadagans liegt im Nordwestdeutschen Tiefland mit Nordrhein-Westfalen, Bremen und Hamburg. Dort meldeten bis zu drei Viertel der Reviere die Anwesenheit der Gans. Das größte Vorkommen an Brutvögeln liegt in Nordrhein-Westfalen: In jedem vierten Revier haben Jäger Nachwuchs gesichtet. In Niedersachsen ist dies in jedem zehnten Revier der Fall.

Link zu Wildbericht 2017

Der gesamte WILD-Bericht 2017 wird im Januar 2019 veröffentlicht. In der 75 Seiten starken Broschüre werden Monitoring-Daten zu insgesamt 17 Tierarten veröffentlicht. Für das WILD-Projekt erheben Jäger seit 2001 bundesweit Daten zu Wildtieren. Wissenschaftler werten die Daten aus. Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier:


Quelle: DJV 2019

11.01.2019: Neue App für das Tierfund-Kataster

In der kommenden Woche (KW 3) gibt es ein Update für die Tierfund-Kataster App. Auf dem Handy gespeicherte Tierfunde müssen versendet werden, da diese sonst verloren gehen.
Im Verlauf der nächsten Woche gibt es im App Store und bei Google Play ein Update, durch das jeder Nutzer die neue Tierfund-Kataster App erhält. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Tierfunde, die aktuell auf dem Handy zwischengespeichert wurden, unbedingt vorab versendet werden müssen. Nur so fließen die Daten in die Datenbank des Projektes ein und können helfen Wildunfälle zu reduzieren. Auf dem Handy gespeicherte Tierfunde gehen mit dem Update ansonsten verloren.

Bereits seit 2016 ist es möglich mit der kostenfreien App für das Tierfund-Kataster mobil von unterwegs Tierfunde zu melden und somit einen wertvollen Beitrag zu leisten, Straßen wildtierfreundlicher zu gestalten. Durch eine neue benutzerfreundlichere App soll es nun noch einfacher werden das Projekt zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Tierfund-Kataster finden Sie unter:

www.tierfund-kataster.de


Quelle: DJV 2019

27.12.2018: Waschbär, Marderhund und Mink

Waschbären kamen 2017 in mehr als der Hälfte der Reviere in Deutschland vor - eine Verdopplung in elf Jahren. Wie bei Marderhund und Mink liegt der Verbreitungsschwerpunkt im Nordosten. DJV fordert Bekenntnis zur Fallenjagd, um die EU-Vorgaben für invasive Arten zu erfüllen.
Der aus Nordamerika stammende Waschbär breitet sich seit wenigen Jahren rasant aus in Deutschland. Im Vergleich zu 2006 hat sich das Verbreitungsgebiet bundesweit mehr als verdoppelt: Über 56 Prozent der Jagdreviere meldeten 2017 sein Vorkommen. Besonders häufig ist er im Osten Deutschlands: Jäger aus Sachsen-Anhalt haben ihn in 94 Prozent der Reviere gesichtet, gefolgt von Brandenburg (89 Prozent), Sachsen (76 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (68 Prozent). Sehr häufig ist der Waschbär auch in Hessen (86 Prozent).

Ausbreitung um das 4,5-fache
Besonders drastisch ist die Ausbreitung des Kleinbären in Sachsen: Innerhalb von 11 Jahren hat der Waschbär sein Areal bis 2017 um das 4,5-fache (plus 345 Prozent) erweitert. Mecklenburg-Vorpommern folgt mit plus 323 Prozent, dann kommt Sachsen-Anhalt mit einem Plus von 117 Prozent. Insgesamt haben sich am Monitoring Reviere mit einer Gesamtfläche von knapp 13 Millionen Hektar beteiligt - das entspricht 40 Prozent der gesamten Jagdfläche Deutschlands. Damit ist das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) einzigartig in seiner Dimension. Initiiert hat es der Deutsche Jagdverband (DJV) gemeinsam mit seinen Landesjagdverbänden vor fast zwei Jahrzehnten.

Fallenjagd notwendig
Die Europäische Union fordert in der Liste für invasive Arten ein gezieltes Management - unter anderem für den Waschbär. Lebendfang und Abschuss empfehlen die Experten als probate Mittel. Laut WILD-Monitoring wurden 36 Prozent der erlegten Waschbären 2017 mit Fallen gefangen. Vor diesem Hintergrund fordert der DJV ein klares Bekenntnis von Politik und Naturschutzlobby zur Fallenjagd. Ohne diese ist die von EU-Seite geforderte effektive Reduktion der Waschbärbestände nicht möglich. Zudem braucht es bundeseinheiltiche Standards für die Umsetzung der EU-Verordnung zum Management invasiver Arten. Waschbären kennen keine Ländergrenzen, deshalb sollten Einschränkungen der Fallenjagd, etwa das Komplettverbot in Berlin, generell aufgehoben werden. Dies gilt auch für Schonzeiten, etwa in Hessen. Der Elterntierschutz ist laut DJV ausreichend.
Marderhund breitet sich ebenfalls im Osten aus
Der ursprünglich aus China stammende Marderhund hat sein Verbreitungsgebiet innerhalb von 11 Jahren um 70 Prozent erweitert. 2017 haben Jäger den Säuger bundesweit in 36 Prozent der Reviere nachgewiesen. Schwerpunkt des Vorkommens bilden insgesamt die ostdeutschen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern (91 Prozent der Reviere), Brandenburg (86 Prozent) und Sachsen-Anhalt (68 Prozent). In Sachsen-Anhalt entspricht der Wert nahezu einer Verdoppelung gegenüber 2006. Besonders schnell verbreitet sich der Marderhund im Stadtstaat Bremen: Sein besiedeltes Areal hat sich in elf Jahren um das 8-fache (plus 677 Prozent) ausgedehnt. Jäger haben ihn 2017 bereits in 44 Prozent der Reviere angetroffen.
Mink ist spezialisiert auf Gewässer
Der seltenste invasive Säuger ist der amerikanische Nerz oder Mink: Nur in etwa 7 Prozent der Reviere haben Jäger die wassergebundene, sehr scheue Art bundesweit nachgewiesen. Vor allem ist er im Nordosten Deutschlands entlang der Elbe verbreitet. Folglich melden Jäger in Sachsen-Anhalt und Brandenburg die Anwesenheit in etwa 23 Prozent der Reviere, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (19 Prozent). Dort ist der Mink östlich der Müritz verbreitet. Innerhalb eines begrenzten Gebietes kann der Mink bis zu 50 Prozent der ausgewachsenen Wasservögel und bis zu 90 Prozent der Küken erbeuten. Für die Bejagung sind Fallen unerlässlich: Laut WILD-Monitoring wurden über ein Viertel der erlegten Tiere gefangen.

Link zu Wildbericht 2017

Der gesamte WILD-Bericht 2017 wird im Januar 2019 veröffentlicht. In der 75 Seiten starken Broschüre werden Monitoring-Daten zu insgesamt 17 Tierarten veröffentlicht. Für das WILD-Projekt erheben Jäger seit 2001 bundesweit Daten zu Wildtieren. Wissenschaftler werten die Daten aus. Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier:


Quelle: DJV 2018
 
 

05.12.2018: Balgsaison 2018/19

Neue Ideen für die Balgverwertung!
Liebe Jägerinnen und Jäger,

ab Dezember können Sie Ihre Bälge abliefern. Ab Mitte Februar bereiten sich die Tiere wieder auf den Haarwechsel vor und damit ist die Balgsaison für das Jagdjahr 2018/2019 im Februar zu Ende und wir bitten Sie dann keine weiteren Tiere in die Sammelstellen zu bringen.
Für die großartige Unterstützung in der zurückliegenden Saison bedanken wir uns nochmals recht herzlich und freuen uns auf weitere Unterstützung in der nun kommenden Saison!

Bei weiteren Fragen melden Sie sich bitte unter info@fellwechsel.org .

Fellwechsel GmbH

Klärwerkstraße 3

76437 Rastatt

Telefon: 07 22 2 / 90 22 988


Flyer_Fellwechsel_ANSICHT

Mit den Erfahrungen aus dem letzten Winter wurden verschiedene Abläufe optimiert. Ab Anfang Dezember werden die Sammelstellen zu festen Terminen angefahren. Um die Touren optimal planen zu können, bitten wir alle die noch geplanten oder bereits eingerichteten Sammelstellen unter www.fellwechsel.org/downloads anzumelden. Nur so ist sichergestellt, dass bei der Routenplanung keiner vergessen wird. Alle angemeldeten Sammelstellen bekommen dann, kurz vor Saisonbeginn eine feste Sammelstellennummer, die Abholtermine und die aktuellen Informationen. Um den Veterinär- und Datenschutzauflagen zu entsprechen, wurde der Herkunftsnachweis noch einmal aktualisiert. Die neueste Version ist auf unserer Webseite unter www.fellwechsel.org/downloads zu finden. Der Herkunftsnachweis muss zu jedem Tier, dass an uns abgegeben wird. Ein Hinweis zur Verpackung findet sich auf der zweiten Seite des Vordrucks. Neben der klassischen Aufarbeitung der Bälge zur Jagdtrophäe, bieten wir ab der kommenden Saison in Kooperation mit AKAH an, aus Ihrem Rotfuchs direkt einen Muff oder Nierenwärmer herzustellen. Für alle Aufträge, ob zum Balg oder zum fertigen Artikel bitte den Vordruck „Auftrag Lohnarbeit“ verwenden und nur ganze Tiere im Kern in die Sammelstelle bringen. Eine Annahme von selbst gestreiften Fellen ist aus veterinärrechtlichen Vorgaben nicht möglich. Wer nicht auf seinen eigenen Balg warten möchte, kann sich im DJV-Shop schon jetzt die ersten Fellwechselartikel sichern.
Die Firma Blaser wird ab Herbst die erste Kollektion mit Bälgen aus der heimischen Jagd auf den Markt bringen. Unterstützen Sie uns, am liebsten mit einer „Naturalspende“ auch in dieser Saison, um ein Zeichen für die Nachhaltige Jagd zu setzen.

23.11.2018: Wildtiererfassung Frühjahr 2019

Bitte beachten Sie das hier veröffentliche Dokument!
Über rege Teilnahme würden wir uns sehr freuen!

Flächendeckende Erfassung - Frühjahr 2019


Quelle: LJV M-V 2018

08.11.2018: Änderung! Aufwandsentschädigung für erlegte Wildschweine

Vom 01.10.2018 bis zum 31.01.2019 erhalten Jäger in Mecklenburg-Vorpommern auf Antrag eine Aufwandsentschädigung.
Sehr geehrte Weidgenossin, sehr geehrter Weidgenosse,
sehr geehrte Mitglieder,
sehr geehrte Damen und Herren,

bezüglich der Aufwandsentschädigungen für Schwarzwildabschüsse und Jagdhundeeinsätze möchten wir Ihnen nachfolgende aktuelle Informationen und Formulare mit der Bitte um Kenntnisahme und Weiterleitung bekannt machen.

Durch die Unterzeichnung einer Änderungsvorschrift durch Minister Dr. Backhaus am 7. November 2018 ist die "Verwaltungsvorschrift zur Entschädigung für Maßnahmen zur Vorbeugung vor der Afrikanischen Schweinepest bei der Schwarzwildbejagung in Mecklenburg-Vorpommern" vom 1. Dezember 2017 (AmtsBl. M-V S. 843) geändert worden. Neben geringfügigen redaktionellen Korrekturen enthält die Änderungsvorschrift die maßgebliche Regelung der Gewährung einer Aufwandsentschädigung für den Einsatz von leistungsgeprüften (brauchbaren) Jagdhunden bei revierübergreifenden Ansitzdrückjagden in Mecklenburg-Vorpommern im Zeitraum vom 1. Oktober 2018 bis einschließlich 31. Januar 2019. Die angepassten Formulare für die Anträge Schwarzwildabschuss und Jagdhundeeinsatz sind beigefügt.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------
Aufwandsentschädigungen für Schwarzwildabschüsse und Jagdhundeeinsätze werden fortgesetzt

Nr. 400/2018 | 08.11.2018 | LM | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
Pressemitteilung LM M-V

----------------------------------------------------------------------------------------------------------
-
Auch im nächsten Weidwerk (Dezemberheft) werden diese Informationen und Formulare zu finden sein.

Antragsformulare für Entschädigungsleistungen:

Anlage_1_Antrag_Schwarzwild_Änderung_Final [PDF]

Anlage_2_Antrag__Hunde_Änderung_Final [PDF]

Diese Hinweise wurden am 08.11.2018 auf der Homepage des LJV veröffentlicht.

22.10.2018: Brauchbarkeitspass beantragen!

Hier finden Sie den kurzen Weg zum Onlineformular und ein Merkblatt...
Merkblatt Brauchbarkeitspass f. HF [PDF]

Nachfolgender Link führt zum Onlineformular:
Brauchbarkeitspass

Quelle: LJV M-V (2018)

03.09.2018: Erster ASP-Ausbruch in Bulgarien

In Bulgarien ist ein erster Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nachgewiesen worden. Die Seuche ist an der Ostgrenze im Raum Warna unweit des schwarzen Meeres ausgebrochen. Der bulgarische Landwirtschaftsminister lässt in einer drei Kilometer breiten Schutzzone alle Schweine auf ASP testen. In Rumänien schlagen Eindämmungsversuche fehl.
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist erstmals in Bulgarien nachgewiesen worden. Das bestätigte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) am 31. August 2018. Bulgarischen Medien zufolge ist die Krankheit im Dorf Tutrakanzi im Raum Warna ausgebrochen, unweit des Schwarzen Meeres. Sie wurde in sieben Schweinen nachgewiesen, von denen vier bereits tot waren. Drei weitere wurden getötet und entsorgt.

Bulgarien hatte im Juli begonnen, einen 130 Kilometer langen Schutzzaun zum im Norden angrenzenden Rumänien zu errichten, wo die Seuche erstmals im Juni 2018 nachgewiesen wurde. Dem landwirtschaftlichen Fachmedium agrarheute.com zufolge ist Rumänien derzeit mit 700 erkrankten Tieren europäischer Spitzenreiter bei ASP-Infektionen in Hausschweinbeständen. Dabei sei auch der größte rumänische Schweinemastbetrieb betroffen, wo in den kommenden Wochen 350.000 Tiere getötet werden sollen. Der Direktor der rumänischen Tiergesundheitsbehörde, Gigu Dragna, hat gegenüber agrarheute.com eingeräumt, dass man sich beim Versuch der Eindämmung auf den Landweg konzentriert habe. Nach mehreren Vorfällen von schwimmenden Hausschweinkadavern in der Donau liege nun die Vermutung nahe, dass Kleinsthalter ihre toten Tiere im Fluss entsorgt hätten und sich die ASP auch über den Wasserweg verbreite.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) ruft Jagdreisende in osteuropäische Länder zu besonderer Vorsicht auf. Jäger sollten nach dem Jagdaufenthalt ihre Ausrüstung wie Messer, Bekleidung und Stiefel noch im Gastland sorgfältig reinigen und desinfizieren. Das BMEL empfiehlt Jägern, die mit dem eigenen Auto anreisen, dieses möglichst nicht für Revierfahrten zu nutzen und noch vor Antritt der Rückreise zu desinifizieren. Schwarzwild-Trophäen müssen ebenfalls desinifiziert sein. Der Import von Wurst, Fleischwaren oder Hundefutter aus Restriktionszonen sollte unbedingt vermieden werden. Sollte der Jäger gleichzeitig Schweinehalter sein, bittet das Bundeslandwirtschaftsministerium auf Jagdreisen in betroffene Gebiete zu verzichten. Die größte Gefahr für die Einschleppung der Krankheit nach Deutschland und eine mögliche Verbreitung ist der Mensch - etwa über infizierte und falsch entsorgte Wurstwaren.

BMEL-Publikation zum Umgang mit der ASP nach Jagdreisen:
Afrikanische Schweinepest-Vorsicht bei Jagdreisen [PDF]
Quelle: DJV (2018)

30.08.2018: Afrikanische Schweinepest weiter auf dem Vormarsch

Lediglich in Tschechien scheint die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest wirksam zu greifen. Schon jetzt gibt es in Europa mehr Fälle als im gesamten Vorjahr. Damit wächst der Druck auf Deutschland.
Europa scheint die Afrikanische Schweinepest nicht in den Griff zu bekommen. Bis Ende August sind mit europaweit mehr als 4800 Seuchenfällen bei Wildschweinen und in Hauschweinbeständen bereits rund 700 mehr als im gesamten Vorjahr gemeldet worden. Als besonders kritisch wird die Lage in Rumänien eingeschätzt, wo die Afrikanische Schweinepest vor allem im Donaudelta in einer Vielzahl von Kleinhaltungen aufgetreten ist und sich dort nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auch stark ausbreitet.

Mit der Zunahme der Nachweise in Osteuropa wächst der Druck auf Deutschland. «In Europa hat sich die Zahl der betroffenen Länder und in diesen Ländern auch die Zahl der betroffenen Regionen erhöht», sagte der Vizepräsident des Friedrich-Loeffler-Instituts, Professor Franz Conraths, auf der Insel Riems. «Wir erleben das Gegenteil einer Entspannung.» Die Gefahr, dass der Erreger nach Deutschland eingeschleppt wird, sei weiter gestiegen. Der Mensch gilt als größter Risikofaktor, wenn er kontaminierte Lebensmittel einführt und beispielsweise auf Parkplätzen Speisereste entsorgt.

«Satellitenausbrüche wie in Tschechien, um Warschau oder in der Region Kaliningrad und den südlich an sie grenzenden Gebieten in Polen lassen vermuten, dass der Erreger nicht über Wildschweine, sondern durch menschliches Handeln verschleppt wurde», erklärte Conraths. Für den Menschen ist die Virusinfektion ungefährlich.

Betroffen von der ASP sind inzwischen acht osteuropäische Staaten sowie Russland. Die Seuchenfälle aus Russland gehen nicht in die europäische Statistik ein. Im August wurden zudem erste Ausbrüche in Schweinehaltungen in China gemeldet. Aufgrund von Virusvergleichen gehen die Forscher davon aus, dass der Erreger von Russland aus nach China eingeschleppt wurde, wahrscheinlich über Tiertransporte. Da es keinen Impfstoff gegen die Seuche gebe, müssten die klassischen Bekämpfungsmethoden wie die Einrichtung von Sperrgebieten, die Tötung infizierter Bestände sowie die gezielte Jagd auf Wildschweine greifen, sagte Conraths. Gerade in Rumänien mit seiner Kultur der Gastfreundschaft in den Dörfern und dem dort üblichen Verschenken von Wurst und Fleisch nach Hausschlachtungen an Familienmitglieder oder Freunde sei die Bekämpfung schwierig. Entgegen der EU-Regularien würden dort zudem offenbar Speisereste, die kontaminiert sein könnten, an Schweine verfüttert.

In Tschechien wurden seit April 2018 dank einer rigiden Bekämpfung keine neuen Fälle mehr gemeldet. «Tschechien ist bisher die positive Ausnahme in Europa», sagte Conraths. Das Vorgehen dort gelte als «Blaupause für Deutschland», sollte die ASP hier auftreten. Obwohl es seit vier Monaten keine neuen Nachweise gebe, sei es für eine Entwarnung in Tschechien allerdings noch zu früh, erklärte der Tiermediziner. «Der Erreger kann sich sehr lange, das heißt über mehrere Wochen und Monate, in der Umwelt halten.» In der Region um Zlin - rund 300 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt - wurde die Seuche im Juni 2017 erstmals bei Wildschweinen nachgewiesen. Um nach einem möglichen Eintrag eine Ausbreitung in Deutschland zu verhindern, sind die Jäger aufgefordert, Wildschweine verstärkt zu bejagen. Der Deutsche Jagdverband geht davon aus, dass in der letzten Jagdsaison 2017/2018 deutlich mehr Wildschweine zur Strecke gebracht wurden als in der Vorsaison mit etwa 590 000 Abschüssen. «Der Forderung der Politik sind wir nachgekommen», sagte Vizesprecherin Anna Martinsohn.

Abschließende Zahlen lägen erst im November vor, aber die Daten aus einzelnen Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern ließen darauf schließen. Dort wurden in der vergangenen Jagdsaison 86 000 Schwarzkittel zur Strecke gebracht - so viele wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen 1972. Mecklenburg-Vorpommern, das an Polen grenzt, zahlt für jedes geschossene Schwein eine «Pürzelprämie» von 25 Euro. Nach Einschätzung des DJV könnten die Abschussraten noch gesteigert werden, wenn Landwirte in Maisfeldern mehr Bejagungsschneisen anlegen würden. Landwirte beklagen dafür aber einen hohen bürokratischen Aufwand.

Die Experten des FLI sehen Deutschland inzwischen gut vorbereitet auf einen möglichen Ausbruch. Die Öffentlichkeit sei sensibilisiert, Notfallpläne seien in Zusammenarbeit von Bund und Ländern erstellt, sagte Conraths. Von einem Wildschwein-Zaun an den Grenzen zu Polen und Tschechien - wie ihn Dänemark zum Schutz vor der Einschleppung an der Grenze zu Deutschland plant - hält der Fachmann nichts. «Der Mensch ist das zentrale Problem.»

Bei der Entwicklung eines wirksamen Köder-Impfstoffes gegen die Seuche ist bislang kein Durchbruch erkennbar. Das Virus sei sehr komplex und nicht vergleichbar mit dem Erreger der klassischen Schweinepest, die mit Köder-Impfungen von Wildschweinen bekämpft wird. «Der derzeitige Stand der Forschung gibt keinen Anlass zur Annahme, dass wir in den nächsten Jahren einen wirksamen Impfstoff haben werden», so Conraths.

Quelle: DPA (2018)

26.08.2018: Termine der Hegeringe im jagdlichen Schießen September 2018

Aktuelle Termine für Septmber 2018 hier in der Übersicht

10.08.2018: Ostdeutsche Meisterschaft im Vergleichsschießen 2018

Ergebnisse des 22. Vergleichswettkampfes der neuen Bundesländer im jagdlichen Schießen am 4. August 2018.
Link zu den Ergebnislisten auf der Homepage des LJV-MV:
Link Ergebnisse

27.07.2018: Sperrung von Waldflächen

Wir bitten um dringende Beachtung dieser Eilmeldung für den 28.07.2018 - Jagdausübung betroffen!!!
Aufgrund der sehr hohen Waldbrandgefahr ordnet das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes M-V ab dem 28.07.2018 die Sperrung der Waldflächen der Landkreise Ludwigslust-Parchim und Mecklenburgische Seenplatte per Allgemeinverfügung an. Vorerst Ausgenommen von der Verfügung sind Waldwege (Fahrwege, Rad- und Wanderwege, Zufahrten zu Gehöften, u.a.). Das Betretungsverbot der Waldflächen gilt auch für die Jagdausübung! Ausgenommen sind Waldbesitzer, Forstbehörden oder Personen, die in deren Auftrag oder mit deren Genehmigung handeln. Dies bedeutet, dass Jagdausübungsberechtigten die nicht gleichzeitig Waldbesitzer oder Forstbehörde sind, die Jagdausübung auf Waldflächen untersagt ist!
Pressemitteilung Landesregierung

21.03.2018: Kreisverwaltung unterstützt Jäger mit finanzieller Entlastung bei pflichtiger Trichinellen-Schau

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald unterstützt Jäger mit finanzieller Entlastung bei pflichtiger Trichinellen-Schau.
Die Kreisverwaltung nimmt die gesetzlich vorgeschriebene Trichinellen-Schau bei Frischlingen bis zu 20 Kilogramm bis auf weiteres kostenlos vor.

»Angesichts der drohenden Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei gleichzeitig gegen Null gefallenen Preisen für Fleisch vom Wildschwein, wollen wir so zur finanziellen Entlastung der Jägerinnen und Jäger beitragen«, sagte Vizelandrat Jörg Hasselmann.

Zudem, so Hasselmann, der auch das Modellprojekt Schwarzwildbejagung im Kreis verantwortet, sei diese temporäre Freistellung von Untersuchungskosten als zusätzliche Motivation für die Weidleute gedacht, weiter geringe Stücke Schwarzwildes zu strecken und selbstverständlich auch als Anerkennung für die Leistungen der Jägerschaft zu verstehen.

Die Untersuchungsgebühr für Trichinen bei Frischlingen bis 20 Kilogramm Gewicht entfällt zunächst in der Zeit vom 01. März bis zum 30. September 2018 oder bis zu dem Zeitpunkt, wenn die Spendensumme von 2.000 Euro aufgebraucht ist.

Land und Landkreis hatten in jüngster Vergangenheit gemeinsam den Dialog und die Aktion mit Jägern, Landwirten, Wissenschaftlern, Naturschützern sowie allen Bürgerinnen und Bürgern gesucht, da der enorme Anstieg der Schwarzwild-Population bei gleichzeitiger Seuchengefahr ein gemeinsames Handeln nach bestimmten Richtlinien unerlässlich gemacht hatte.

An Motivation mangelt es den Weidleuten im Landkreis Vorpommern-Greifswald offensichtlich nicht: »Die aktuelle Zahl der Abschüsse liegt zum 31. Januar bei 11.344 Stück. Wir werden bis zum Ende des Jagdjahres 2017/2018 am 31. März in jedem Falle ein beeindruckendes Streckenergebnis nach Schwerin melden können«, betonte Hasselmann.

Der Vizelandrat dankte den Jägerinnen und Jägern, aber auch allen Mitstreitern im Projekt Schwarzwildbejagung für ihren Einsatz.


Mehr Infos unter:

Link zur Pressemitteilung des Landkreises VG

14.03.2018: Terminänderung für die Landesmeisterschaft im jagdlichen Schießen

Terminänderung für die Landesmeisterschaft im jagdlichen Schießen M-V auf den 22./23.06.2018.
Sehr geehrte Weidgenossin,
sehr geehrter Weidgenosse,

laut Arbeitsplan des Präsidiums für 2018 findet die Landesmeisterschaft im jagdlichen Schießen am 23. und 24. Juni 2018 in Grimmen statt. Auf Grund der nicht erteilten Genehmigung für das Sonntagschießen am 24. Juni wird die Landesmeisterschaft nun am Freitag, den 22. Juni und Samstag, den 23. Juni 2018 durchgeführt. Wir möchten Sie bitten, diese Terminänderung vorzumerken und an die Schützen Ihres Kreisverbandes durchzustellen. Die Ausschreibung der LM erscheint in der Maiausgabe unseres Mitteilungsblattes.

LJV M-V (2018)

09.03.2018: Auf der Jagd - wem gehört die Natur?

Kinostart für die Dokumentation ist der 10. Mai 2018. Ohne Pathos und mit großartigen Naturbildern zeichnet Alice Agneskirchner ein unvoreingenommenes Bild der Jagd. Der DJV ruft dazu auf, den Film zu unterstützen und verlost ab Ende April 70 Freikarten.
Auf keinen Fall verpassen: den Kinostart des Dokumentarfilms „Auf der Jagd - wem gehört die Natur?“. Er zeigt Jagd und Jäger sehr wirklichkeitsnah, unvoreingenommen und ist ein filmisches Erlebnis mit wunderbaren Naturbildern, die man unbedingt im Kino auf sich wirken lassen sollte. Der Dokumentarfilm zeigt Jagd als gesellschaftliches Phänomen jenseits von Pathos und Natur-Tümelei. Er beschäftigt sich damit, was Natur ist, ob es sie noch gibt und wie der Mensch seinen Lebensraum mit dem Wildtier teilt.

Ob Landwirte, Jägerinnen und Jäger aus Deutschland oder die „Native Hunters“ der kanadischen Algonquin-Indianerinnen: Der Film veranschaulicht nachvollziehbar, dass jeder seine eigene Beziehung zur Jagd hat. Genauso stellt der Film dar, welche Auswirkungen die Jagd auf Wildtiere hat - beispielhaft auf Schwarz- und Rotwild, Reh, Gams oder Wolf. „Auf der Jagd - wem gehört die Natur?“ geht dem Mythos Bambi ebenso auf den Grund wie dem des bösen Wolfs. Regie führte die Dokumentarfilmerin Alice Agneskirchner, die selbst keinen Jagdschein hat. Ihr unvoreingenommener Blick von außen vermittelt dem Zuschauer ein neues, positiveres Verständnis der Jagd jenseits des gern gezeichneten Schwarz-Weiß-Bildes.

Offizieller Kinostart von „Auf der Jagd - wem gehört die Natur?“ ist am 10. Mai 2018. Wo genau der Film läuft, wird etwa ein bis zwei Wochen vor dem Start auf der offiziellen Filmseite ( www.wemgehoertdienatur.de) veröffentlicht. Der DJV ruft Jägerinnen und Jäger auf, bereits jetzt Kinobetreiber in der Nähe auf den Film anzusprechen. Möglichst viele Zuschauer in den ersten Tagen machen den Film auch attraktiv für Programmkinos, die bisher keine Vorführung geplant haben. Warum also nicht mit Familie und Freunden oder der Jägerschaft einen Kinobesuch organisieren? Geeignet ist die Dokumentation für Kinder ab sechs Jahren (FSK 6).

Bereits am 9. Mai 2018 wird es einen bundesweiten „Kino-Event-Tag“ geben. Der Verleih des Films, NFP marketing & distribution (NFP), will dafür bundesweite Sonderaktionen initiieren, etwa Podiumsdiskussionen mit Jägern nach der Filmvorführung, Jagdhornbläserkonzerte oder Wildbret-Grillen als Rahmenprogramm. Ein Kino in Hessen hat bereits für den 15. Mai 2018 ein Rahmenprogramm organisiert, der Film ist restlos ausverkauft. Jägerinnen und Jäger, die eine Sonderaktion planen wollen, können sich mit Fragen und Anregungen an Jonas von Fehrn-Stender (NFP) wenden: E-Mail j.fehrn-stender@nfp.de; Telefon (0 30) 2 32 55 42 48.

Kinotickets gibt es im Vorverkauf ab Ende April über die Internetseite oder regulär an den Kinokassen - auch für ganze Gruppen. Ein starker Vorverkauf hilft dem Film. Der DJV wird ab Ende April 2018 auf der Internetseite www.jagdverband.de und in den sozialen Medien 35 mal 2 Freikarten für „Auf der Jagd - wem gehört die Natur?“ verlosen. Eingelöst werden können diese in allen beteiligten Kinos. Der offizielle Kino-Trailer gibt einen ersten Eindruck vom Film: www.wemgehoertdienatur.de.

Quelle: DJV 2018
 
 

06.03.2018: Jagdverbände fordern länderübergreifendes Wolfsmanagement

DJV und LJV Baden-Württemberg kritisieren den Alleingang im Südwesten Deutschlands. Der Wolf kennt keine Ländergrenzen, deshalb ist ein bundesweiter Ansatz notwendig. Jäger und Landwirte müssen in die Planung einbezogen werden.
Wie gestern bekannt wurde, wollen die obersten Naturschutzbehörden der Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und des Saarlands beim Herdenschutz und beim Wolfsmanagement enger zusammenarbeiten und dazu eine Kooperationsvereinbarung abschließen. Wölfe kennen keine Landesgrenzen, deshalb ist eine länderübergreifende Vereinbarung zu einem effektiveren Wolfsmanagement durchaus sinnvoll, betonen der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV BW) und der Deutsche Jagdverband (DJV). Eine Vereinbarung zwischen vier Bundesländern ist allerdings nicht zielführend, vor allem, wenn Betroffene überhaupt nicht eingebunden werden, kritisieren die Jäger. „Die letzten in Baden-Württemberg bestätigten Wölfe kamen aus Niedersachsen“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke. Der Vorstoß sei blanker Aktionismus und ein unnötiger Vorgriff, weil der Bund – so sieht es der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vor – eine bundeseinheitliche Regelung schaffen will.

Der Landesjagdverband Baden-Württemberg ist verärgert, dass bei den vorgesehenen Steuerungs- und Managementgruppen im Rahmen der Kooperation weder Landwirte noch Jäger einbezogen werden sollen. Zudem fand eine Abstimmung mit dem Landwirtschaftsministerium in Baden-Württemberg bisher nicht statt. „Eine länderübergreifende Kooperation ohne Einbeziehung Betroffener ist ein Weg in die falsche Richtung“, so Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann, „wir fühlen uns regelrecht ausgegrenzt, obwohl wir uns seit Jahren für ein Wolfsmanagement im Land einsetzen.“ Der Wolf unterliege zwar dem Naturschutzrecht, aber von Einwirkungen des Wolfes seien Landwirte, Schafhalter und Jäger direkt betroffen.

Jägerinnen und Jäger sind flächendeckend im Land in den Jagdrevieren präsent, sie sind deshalb für ein Wolfsmonitoring auf der Fläche ebenso wie für den Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen prädestiniert. „Wir lehnen es aber vehement ab, dass über unsere Köpfe hinweg in den von uns gepachteten Revieren anonyme, nicht ortskundige, bewaffnete Eingreiftrupps Jagd auf Problemwölfe machen sollen. Der Versuch, sich eine alleinige Zuständigkeit zu sichern, ist nur politisch motivierter Aktionismus“, so Friedmann weiter. Dammann-Tamke ergänzt: „Insbesondere Niedersachsen zeigt, dass die Jäger den Aufgaben des Wolfsmonitorings gewachsen sind, wenn sie diese Aufgabe übertragen bekommen.“

Die Zahl der Wölfe in Deutschland steigt weiter und damit die Herausforderungen. Warum sich das baden-württembergische Umweltministerium seit langem weigert, den Handlungsleitfaden Wolf zu einem umfassenden Managementplan weiterzuentwickeln, bleibt unklar. Wildtiermanagement ist mehr als das Beharren auf Zuständigkeiten. Anstatt Aktionismus in Baden-Württemberg brauchen wir bundeseinheitliche Richtlinien für das Wolfsmanagement, betonen Dr. Friedmann und Dammann-Tamke.
Quelle: DJV 2018

06.03.2018: Frühjahrsputz im Revier

Altglas im Gebüsch, Autoreifen am Wegrand und jede Menge illegal entsorgter Verpackungsmüll. Da hilft nur eins: aufräumen! Mit der Aktion „Frühjahrsputz“ machen sich Jägerinnen und Jäger stark für den Natur- und Artenschutz. Der DJV sammelt Bilder von Putzaktionen und verlost attraktive Preise.
Das Frühjahr ist die beste Zeit, um im Revier klar Schiff zu machen. Deutschlandweit befreien Jägerinnen und Jäger jetzt ihre Reviere von Müll und Unrat. Der Deutsche Jagdverband (DJV) ruft alle Jägerinnen und Jäger auf, ihre Arbeit zu dokumentieren und Fotos unter dem Stichwort „Frühjahrsputz“ einzusenden.

Verpackungsreste, die von Wildtieren gefressen werden können, stellen ebenso eine erhebliche Gefahr dar wie Metallteile und Drähte, in denen sich Tiere verfangen können. Verpackungsreste und Schnüre finden immer wieder den Weg in Vogelnester, mit fatalen Folgen: Das Regenwasser kann nicht ablaufen, die Jungvögel erfrieren oder ertrinken. „Jedes Frühjahr stehen wir vor Bergen von illegal entsorgtem Müll in unseren Revieren“, sagt Prof. Dr. Ellenberger, zuständig im DJV-Präsidium für Naturschutz. „Da hilft kein Jammern. Wir müssen anpacken und freuen uns über jede helfende Hand.“ Wird die Arbeit dokumentiert, prämiert der DJV die schönsten Bilder mit einer Wildkamera der Firma Dörr, einer DJV-Thermoskanne sowie einem DJV-Auto-Schonbezug. Unter allen Einsendungen werden weitere Preise verlost.


So gelingt der Frühjahrsputz:

a) Organisation im Revier oder Hegering

b) Klärung der Entsorgung des Mülls mit Ordnungsämtern oder Recyclinghöfen

c) Einladung von Interessierten und Naturfreunden, beispielsweise über soziale Medien

d) Anpacken, einen schönen Tag verbringen und Gutes leisten


Der DJV bittet Jägerinnen und Jäger, Fotos und Texte von ihrem Frühjahrsputz bis zum 31. März 2018 einzureichen - per E-Mail (pressestelle@jagdverband.de), auf Twitter oder über Instagram. Folgende Hashtags sollten verwendet werden: #frühjahrsputz #jägergegenmüll #DJVgewinnspiel.

Die Aktion „Frühjahrsputz“ bietet sich an, um über Jagd, Natur und heimische Wildtiere zu informieren. Einem anschließenden, gemütlichen Angrillen steht nichts im Wege - natürlich mit Wildbret!

Quelle: DJV 2018
 
 

02.03.2018: Bundesrat beschließt Maßnahmen zur ASP-Prävention

DJV begrüßt Initiative der Bundesregierung, warnt aber vor überzogenen Maßnahmen vor Ort: Jäger und andere Beteiligte müssen einbezogen werden. Jäger sollten Wildschwein-Kadaver nicht transportieren, sondern Tupfer-Proben nehmen. Elterntierschutz bleibt bestehen trotz beschlossener Schonzeitaufhebung für Wildschweine.
Der Bundesrat hat heute die Änderung der Schweinepest-Verordnung und der Verordnung über die Jagdzeiten beschlossen. Nach Inkrafttreten haben Veterinärbehörden weitreichende Befugnisse, um Maßnahmen anzuordnen, die eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) möglichst verhindern und eine Früherkennung im Ernstfall ermöglichen sollen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt die Bemühungen der Bundesregierung, die ASP-Ausbreitung möglichst zu verhindern. Allerdings hat der Dachverband der Jäger bereits im Vorfeld in seiner Stellungnahme auf das Risiko überzogener Maßnahmen hingewiesen. Jagdbehörde, Jäger und weitere Betroffene vor Ort müssen unbedingt in die Planung und Umsetzung einbezogen werden. Beispielsweise ist eine mögliche Anordnung einer verstärkten Bejagung durch die Veterinärbehörde nicht ohne das Zusammenwirken von Jägern, Land-, Forstwirtschaft und weiteren Akteuren umsetzbar. Dringend erforderlich sind etwa im Sommerhalbjahr Jagdschneisen in Mais-, Raps- und Weizenfeldern, die zusammen ein Viertel Deutschlands bedecken. „Die Maßnahmen vor Ort müssen geeignet, erforderlich und angemessen sein“, sagte Veterinär und DJV-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bethe. Eine Gängelung funktioniere nicht, vielmehr müssten praxistaugliche Anreize für Jäger geschaffen werden, um Wildschweinbestände zu reduzieren. Und zwar tierschutzgerecht. Dazu gehört auch, den Absatz von Wildbret zu stärken.

Besonders kritisch sieht der DJV die Möglichkeit, Jägern gegenüber den Transport von verendet aufgefundenen Wildschweinen anzuordnen: Ein risikofreier Transport kann nur in auslaufsicheren Spezialbehältnissen erfolgen, denn austretende Körperflüssigkeiten sind für längere Zeit ansteckend. Wegen des hohen Verschleppungsrisikos sollten Jäger ausschließlich Proben - vorzugsweise mit Tupfer - im Auftrag des Amtstierarzts nehmen. Der DJV begrüßt, dass entgegen des ersten Entwurfs diese präferierte Methode zumindest in die Verordnung aufgenommen wurde. Ebenso begrüßt der DJV, dass das von Jägern mit Wissenschaftlern entwickelte Tierfund-Kataster als Möglichkeit genannt wird, Fundorte von Wildschwein-Kadavern schnell und unbürokratisch den Veterinärbehörden zu melden.

Die Verordnung über Jagdzeiten sieht künftig keine Schonzeiten für Wildschweine mehr vor. Das heißt, Wildschweine jeden Alters und beider Geschlechter sind ganzjährig bejagbar. Nach wie vor gilt aber der Elterntierschutz: Bachen mit abhängigen Frischlingen dürfen Jäger nicht erlegen. Dies begrüßt der DJV ausdrücklich. Die jüngste Äußerung des Deutschen Tierschutzbundes gegenüber der Nachrichtenagentur dpa zum Abschuss von Muttertieren in Bezug auf die heute beschlossene Aufhebung der Schonzeit für Wildschweine ist irreführend.

Entgegen der Verlautbarung des Bundesrates verhindert eine stärkere Bejagung der Wildschweine die Einschleppung der ASP nicht. Der Mensch ist der Risikofaktor Nummer eins, so wurden in Russland Sprünge in der Verbreitung des Virus von über 1.000 Kilometer nachgewiesen. Eine Verbreitung der in Osteuropa auftretenden Tierseuche über große Entfernungen verursachen laut Experten Menschen. Deswegen sollten besonders Reisende aus den Risikogebieten Osteuropas sensibilisiert werden, keine Rohwurstwaren aus Schweinefleisch einzuführen. Das ASP-Virus überlebt in Lebensmitteln sehr lange Zeit, Reste könnten Wildschweine infizieren.

Die Änderungen der Schweinepest-Verordnung und der Verordnung über die Jagdzeiten treten nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

Quelle: DJV 2018

02.03.2018: Tierschutzbund gegen massive Jagd auf Wildschweine

Tierschutzbund gegen massive Jagd auf Wildschweine
Die Bundesregierung will zur Verhinderung der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland die Schonzeit für Schwarzwild aufheben. Der Bundesrat soll am Freitag über einen entsprechenden Verordnungsentwurf abstimmen. Der Tierschutzbund appelliert an die Länder, dem nicht zuzustimmen. Die Vorsitzende des Tierschutzbundes Mecklenburg-Vorpommern, Kerstin Lenz, nannte die verstärkte Jagd auf Schwarzwild Panikmache.

«Wildschweine sind nicht das Problem bei der Ausbreitung der Schweinepest, sondern der Mensch», sagte sie. Der Mensch verbreite die Seuche mit Lebensmitteln. Erkrankte Wildschweine würden rasch sterben, sie könnten die Viren nicht in die Ställe tragen. Der Abschuss von Muttertieren und Frischlingen widerspreche dem Tierschutzgesetz. Auch viele Jäger lehnten dies ab.

Die Aufhebung der Schonzeit hebt nach den Worten des Vize-Geschäftsführers des Deutschen Jagdverbandes, Torsten Reinwald, den Elternschutz nicht auf. Es dürften keine Muttertiere geschossen werden, die noch gestreifte Frischlinge säugen, stellte er klar. Die Jungtiere seien in den ersten vier Monaten von der Mutter abhängig. Frischlinge dürften jedoch erlegt werden. Sie seien oft schon mit vier Monaten geschlechtsreif und trügen zur Fortpflanzung bei. Zwei Drittel der Frischlinge stammten von Müttern, die jünger als zwei Jahre sind, sagte Reinwald.

Lenz zufolge ist der Massenabschuss von Wildschweinen der falsche Weg. Auch bei der Jagd auf Kormorane und Füchse habe sich gezeigt, dass sich die Tiere nur umso stärker vermehren. Schon jetzt werden nach Angaben des Tierschutzbundes bundesweit pro Jahr mehr als eine halbe Million Wildschweine getötet - ohne dass dies Auswirkungen auf das Populationswachstum habe. Reinwald entgegnete, Wildschweine hätten eine Reproduktionsrate von 230 Prozent. «Da kann niemand sagen, dass die Jagd keine Auswirkungen hat. Sie ist alternativlos.» Die Wildschweine vermehrten sich aufgrund des Klimawandels und des landwirtschaftlichen Anbaus immer stärker. «Das können wir nicht mit der Büchse reparieren», sagte Reinwald

Der Deutsche Tierschutzbund fordert, den entsprechenden Artikel der neuen Verordnung ersatzlos zu streichen. Die Bundesregierung solle sich auf die anderen vorgeschlagenen Maßnahmen konzentrieren, etwa die Hygiene in Agrarbetrieben, die Reinigung und Desinfektion von Fahrzeugen, den Transport von Schweinen und Fleisch sowie die Verwendung von Heu, Stroh und Gras aus gefährdeten Gebieten.

Quelle: DJV 2018

28.02.2018: Positionspapier zur Ethik der Schwarzwildbejagung veröffentlicht

Positionspapier zur Ethik der Schwarzwildbejagung

Positionspapier zur Ethik der Schwarzwildbejagung


Modellprojekt "Nachhaltige Bestandsreduzierung des Schwarzwildes im Landkreis Vorpommern - Greifswald"

"Ethik hat nichts mit Gefühlen und Trieben zu tun, sondern mit Taten."
Prof. Dr. Günter Hager


Die Ethik der Jagd ist eng mit dem Begriff Weidgerechtigkeit als unbestimmtem Rechtsbegriff verbunden und kann nicht abschließend definiert werden. Vielmehr ist auch die Jagdethik einem ständigen Wandel unterworfen und eng an die gesellschaftliche Entwicklung gebunden.

"Ethik in der heutigen Zeit ist eine Verantwortung gegenüber dem Wild und dem Lebensraum, gegenüber den anderen Tieren, dem Mitjäger, aber auch der nichtjagenden Bevölkerung."
Dr. Sigrid Schwenk


Die Entwicklung der Schwarzwildbestände in unserem Landkreis und im ganzen Land erfüllt uns mit großer Sorge. Bei unserer Befassung mit dieser Problematik entbrennt immer wieder die Diskussion um die Ethik bei der Bejagung der Bachen grundsätzlich sowie der Frischlinge zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Wir wissen, dass die klimatischen Veränderungen und landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unserem Land die Hauptursachen für die explosionshafte Vermehrung der Schwarzwildbestände sind. Mit diesem Wissen und im Bewusstsein unserer jagdlichen Verantwortung unterstreichen wir:


Jagdlich ethisch ist…



a) die richtlinienkonforme, qualifizierte Bejagung der Zuwachsträger (Bachen)
b) eine intensive Bejagung und Verwertung der Frischlinge im ganzen Jahr
c) die aktive, revierübergreifende Bejagung und Bewirtschaftung des Schwarzwildes
d) die Anerkennung und Anwendung neuer Erkenntnisse der Wildbiologie und Wildforschung


Jagdlich ethisch ist nicht…



a) die Erlegung führender Bachen,
b) die Unterhaltung ungenehmigter Fütterungen
c) der jagdliche Egoismus einiger Jagdausübungsberechtigter
d) das massenhafte Sterben von Wildschweinen bei Auftreten der ASP
"Weidgerechtigkeit - Ethik in der Jagd - ist verantwortungsbewusstes, jagdliches Handeln, das jederzeit öffentlich vertreten werden kann."
Dr. Florian Asche


Die dringend notwendige Bestandsreduzierung des Schwarzwildes stellt uns Jägerinnen und Jäger - insbesondere auch vor dem Hintergrund eines drohenden Seuchenzuges der Afrikanischen Schweinepest (ASP)- vor gravierende Herausforderungen. Wir sind gut beraten, bei der Ausübung des Weidwerkes auch unter schwierigen Rahmenbedingungen unsere ethisch-moralischen Grundwerte, den Tierschutz und die Verantwortung gegenüber der lebendigen Kreatur nie aus den Augen zu verlieren.

Projektgruppe "Nachhaltige Bestandsreduzierung des Schwarzwildes im Landkreis Vorpommern-Greifswald"

15.02.2018: ASP: Keine Produkte aus Seuchengebieten im internationalen Handel

Seit heute bietet der Lebensmittel-Discounter Lidl Rohwurst aus Polen an. Kann so die Afrikanische Schweinepest nach Deutschland eingeschleppt werden? Das Friedrich-Loeffler-Institut gibt in einer Stellungnahme gegenüber dem DJV Entwarnung.
„ASP-Risiko: Lidl verkauft polnische Rohwurst“, titelt die Fachzeitschrift top agrar auf ihrer Internetseite. und bezieht sich auf das aktuelle Werbeprospekt der Discounters. Vor dem Hintergrund des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einigen polnischen Regionen haben Landwirte und Jäger beim Deutschen Jagdverband (DJV) nachgefragt: Besteht durch die Lidl-Rohwurst aus Polen ein Risiko der Einschleppung des ASP-Viruses? Der DJV hat das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, um Stellungnahme gebeten. Diese liegt jetzt vor: „Es gibt, wie bei allen anzeigepflichtigen Tierseuchen, strenge Auflagen bzw. Beschränkungen für die Restriktionszonen, die im Falle eines Ausbruchs eingerichtet werden. Aus diesen Gebieten kommen keine Produkte in den internationalen Handel, auch nicht zu einem Discounter. Das, was in den Handel geht, stammt von gesunden Tieren und ist nach bestem Wissen und Gewissen frei von Tierseuchen.“

Mehr Infos unter:

Link zur Pressemitteilung des DJV

15.02.2018: Jagd und Jäger im Überblick

Die neu gestaltete Broschüre „Wissenswertes zur Jagd in Deutschland“ enthält aktuelle Daten und Fakten, aufbereitet durch zahlreiche Grafiken und Schaubilder.
Wie wird man Jäger, warum entscheiden sich Menschen für den Jagdschein und woher kommen sie? Die inhaltlich überarbeitete Broschüre „Wissenswertes zur Jagd“ enthält aktuelle Zahlen und gibt teils überraschende Antworten: So liegt der Frauenanteil in den Jägerkursen bereits bei 24 Prozent – ein Fünftel mehr als noch vor sieben Jahren. In der grafisch neu gestalteten Broschüre des Deutschen Jagdverbandes (DJV) erfährt der Leser, was Jagd ausmacht und welche Anforderungen Jäger erfüllen müssen. Begeisterte Waidfrauen und -männer kommen zu Wort und erläutern, warum sie sich für die Jagd entschieden haben.

Mehr Infos unter:

Link zur Pressemitteilung des DJV

09.02.2018: Pressemitteilung Landkreis Vorpommern-Greifswald

Presseinformation des Landkreises VG zu Biosicherheitskontrollen in kleinen Hausschweinebeständen zur Verhinderung der ASP.
Im Zuge der Tierseuchenvorsorge plant das Veterinäramt des Landkreises Vorpommern-Greifswald, ab sofort auch Kleinsthaltungen für Hausschweine, von denen es im Kreis rund 400 Stück gibt, auf Biosicherheit zu kontrollieren. Regelkontrollen finden normalerweise nur in gewerbsmäßigen und somit größeren Tierhaltungen statt. Diese erfüllen durchweg Mindeststandards und darüber.

Mehr Infos unter:

Link zur Pressemitteilung des Landkreises VG

09.02.2018: Koalitionsvertrag

Koalitionsvertrag sieht Änderungen im Bundesjagdgesetz vor.
Der DJV begrüßt die vorgesehenen Änderungen des Bundesjagdgesetzes hinsichtlich Munition, Schießübungsnachweis und Jungjägerausbildung. Auch die Ankündigung, den Schutzstatus des Wolfes zu überprüfen, stößt auf Zustimmung.

Mehr Infos unter:

Link zur Homepage des DJV
 

!!! ANMELDUNG: Nächster Lehrgang beginnt am 17.02.2018 !!!

 
 

29.01.2018: Tag des Jagdhundes am 26.05.2018 in Mönkebude

 
 

23.01.2018: Annahmestellen für Felle - Aktuelle Liste

Roffuchs, Marderhund, Waschbär, Nutria und Co. werden an hier genannten Orten angenommen..
Annahmestellen für Felle - Aktuelle Liste

Fellannahme [PDF]

Flyer_Fellwechsel_ANSICHT [PDF]

22.01.2018: Praktische Hinweise zur Umsetzung der ASP-Verordnung

Hier werden Sie über Annahmezeiten/Ansprechpartner der Forst- und Nationalparkämter für die Entschädigungszahlungen im Rahmen der Verordnung zur Afrikanischen Schweinepest informiert.
Praktische Hinweise zur Umsetzung der ASP-Verordnung

Hier werden Sie über Annahmezeiten/Ansprechpartner der Forst- und Nationalparkämter für die Entschädigungszahlungen im Rahmen der Verordnung zur Afrikanischen Schweinepest informiert.

Nachfolgende Hinweise sind zu beachten:

Bitte bei Abgabe des Antrages Folgendes beachten:

- Wildursprungschein (grün)

- Pürzel

- Nachweis über Jagdpacht oder Eigenjagdbesitz in M-V

- Ausgefüllte Formulare

- Brauchbarkeitspass (grüne Karte) bei Abrechnung für Hundeeinsätze sind vorzulegen.

Aus der nachfolgden Liste entnehmen Sie bitte den für Sie zuständigen Ansprechpartner:

Annahme FoA [PDF]

11.01.2018: Landesjägerball 2018

Am 14.April 2018 findet der 18. Landesjägerball wieder in Linstow statt
Erleben Sie einen gemütlichen Abend mit Empfangsgetränk, schmackhaftem Menü und Live-Musik!

Finden Sie hier weitere Informationen bzw. das Anmeldeformular:

Info_Anmeldeformular_LJV [PDF]